Änderungen bei der Einkommensteuer 2015

Höherer Steuerabzug für die Altersvorsorge

Ab dem 1. Januar 2015 gelten für die private Altersvorsorge neue Besteuerungsgrundlagen bei den Sonderausgaben. Statt bisher 78 % können für 2015 nun 80 % der Altersvorsorge-Beträge im Rahmen der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden. Diese Änderung gilt für Anlagebeträge bis max. 24.000 Euro bei Alleinstehenden und bis max. 48.000 Euro für Verheiratete. Somit können für das Jahr max. 19.200 Euro bei Alleinstehenden (38.400 Euro bei Verheirateten) als Sonderausgaben angesetzt werden.

Legt ein Sparer beispielsweise 1.000 Euro pro Monat in eine private Rentenversicherung für  die Altersvorsorge an, können davon 800 Euro pro Monat oder 9.600 Euro pro Jahr steuermindernd geltend gemacht werden.

 

steuern-tax-office-233345_1280Höherer Arbeitnehmerpauschbetrag

Der Pauschalbetrag bei den Werbungskosten (Werbungskosten- oder Arbeitnehmerpauschbetrag) wird zum 1. Januar 2015 angehoben. Er steigt von 1.000 Euro auf 1.130 Euro.

 

Kirchensteuer wird automatisch abgebucht

Alle Kreditinstitute sind seit 2014 gesetzlich verpflichtet, zu prüfen, ob für ihre Kunden eine Kirchensteuerpflicht besteht. Die Kunden wurden über diese Maßnahme im 1. Halbjahr 2014 von ihren Banken und Sparkassen informiert. Sofern bei dieser Prüfung eine Kirchensteuerpflicht erkannt wird, erfolgt ab dem 1. Januar 2015 automatisch bei der Berechnung der Abgeltungsteuer der Einbehalt der Kirchensteuer (8% oder 9% je nach Bundesland).

 

Verschärfung der strafbefreienden Selbstanzeige

Ab dem 1. Januar 2015 wirkt eine Selbstanzeige bei Steuervergehen nur noch in deutlich reduzierten Grenzen strafbefreiend. Zudem werden die Strafzahlungen, die bei Steuernachzahlungen fällig werden, höher ausfallen. Die Grenze, bis zu der eine Steuerhinterziehung ohne Zahlung eines zusätzlichen Geldbetrags bei einer Selbstanzeige straffrei bleibt, wird von 50.000 Euro auf 25.000 Euro abgesenkt. Der zu zahlende Geldbetrag wird abhängig vom hinterzogenen Steuervolumen gestaffelt. Bei einer Summe von mehr als 25 000 Euro wird ein Strafzuschlag in Höhe von 10 % fällig, bei mehr als 100.000 Euro steigt der Strafzuschlag auf 15 %. Voraussetzung für eine strafbefreiende Selbstanzeige wird außerdem die Zahlung der Hinterziehungszinsen sein.

 

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