Flexibilisierung der Elternzeit und Elterngeld Plus

Für Geburten ab dem 1. Juli 2015 gelten neue Regelungen zur Elternzeit, zum Elterngeld Plus und zum Partnerschaftsbonus.

family-155562_640Elternzeit

Eltern können ab diesem Zeitpunkt die Elternzeit flexibler einsetzen. Wie bisher können pro Elternteil 36 Monate unbezahlte Auszeit von der beruflichen Tätigkeit bis zum 3. Geburtstag des Kindes in Anspruch genommen werden. 24 Monate (statt bisher zwölf Monate) der Elternzeit können zwischen dem 3. und 8. Geburtstag des Kindes eingesetzt werden. Eine Zustimmung des Arbeitgebers ist nicht mehr erforderlich. Damit sich die Unternehmen rechtzeitig auf die Aufteilung der Elternzeit einstellen können, wird die Anmeldefrist für die Elternzeit in diesem Zeitraum auf 13 Wochen erhöht.

Insgesamt kann die Elternzeit in drei statt bisher in zwei Zeitabschnitte pro Elternteil aufgeteilt werden. So können die Eltern ihre Kinder auch später für eine Zeit lang intensiv begleiten, wenn dies notwendig wird – zum Beispiel beim Eintritt in die Schule. Möchten die Eltern innerhalb der Elternzeit zwischen 15 und 30 Wochenstunden Teilzeit arbeiten, kann der Arbeitgeber die Teilzeit nur aus dringenden betrieblichen Gründen ablehnen.

Während der Elternzeit besteht Kündigungsschutz. Er beginnt mit der Anmeldung der Elternzeit, frühestens acht Wochen vor Beginn der Elternzeit. Nach Ablauf der Elternzeit haben die Eltern einen Anspruch auf ihren bisherigen oder auf einen gleichwertigen Arbeitsplatz.

 

Elterngeld Plus

Für Eltern, die Elternzeit und Teilzeitarbeit miteinander kombinieren möchten, lohnt sich das Elterngeld Plus. Mit den neuen Regeln können Mütter und Väter länger Elterngeld beziehen, wenn sie nach der Geburt ihres Kindes in Teilzeit arbeiten. Sie erhalten Elterngeld Plus in maximal halber Höhe des Elterngeldes, aber doppelt so lange. Aus einem Elterngeldmonat werden so zwei Elterngeld Plus-Monate. Die Eltern haben damit auch über den 14. Lebensmonat des Kindes hinaus mehr Spielraum, die Bedürfnisse des Kindes mit den Anforderungen im Beruf zu verbinden. Teilen sich Vater und Mutter die Betreuung ihres Kindes und arbeiten parallel für vier Monate zwischen 25 und 30 Wochenstunden, erhalten sie zudem den Partnerschaftsbonus in Form von jeweils vier zusätzlichen Elterngeld Plus-Monaten.

Die Eltern können sich zwischen dem Bezug von Elterngeld oder von Elterngeld Plus entscheiden. Voraussetzung für den Bezug des Elterngeldes ist nach wie vor, dass einer Teilzeittätigkeit von max. 30 Wochenstunden nachgegangen wird und dass die Eltern das Kind vorrangig selbst betreuen. Das Elterngeld wird in den ersten 14. Lebensmonaten des Kindes gezahlt.

 

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